Franziskaner-Minoriten / Provinzkustodie Österreich-Schweiz
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Die Restaurierungswerkstatt

DIE RESTAURIERUNGSWERKSTATT
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Aktuelles aus der Restaurierungswerkstatt

Ab Juli 2020 konserviert und restauriert Carole Jeanneret in der Restaurierungswerkstatt des Franziskanerklosters Handschriften der Alten Klosterbibliothek. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen ihr einen guten Start.        
Die Restaurierungswerkstatt des Franziskanerklosters (1980-2020)
Pater Otho
Pater Otho Raymann († 2010) eröffnete 1980 in den Räumen des ehemaligen Pensionats Père Girard eine Restaurierungswerkstatt für Handschriften, frühe Druckwerke und Grafiken. Die «Bibliotherapeutische Werkstatt» war das erste professionelle Restaurierungsatelier im Kanton Freiburg. Sie genoss rasch einen hervorragenden Ruf und erhielt Aufträge von Privaten wie öffentlichen Institutionen. Sein Wissen und seine Erfahrungen gab Pater Otho an Schüler und Praktikanten weiter. 2007 übergab Pater Otho die Werkstatt an seine Mitarbeiterin Gisela Muheim (2007 bis 2014). Von 2015 bis 2019 war hier Beate Degen tätig und seit Juli 2020 arbeitet Carole Jeanneret als Fachmitarbeiterin in der Werkstatt.   Pater Otho restaurierte Werke aus dem Archiv und der Bibliothek seines Klosters. Ebenso übernahm er Arbeiten für öffentliche Institutionen (Staatsarchive, Stadtarchiv Freiburg, Kantons- und Universitätsbibliothek). Diese Tradition wurde von seinen Nachfolgerinnen fortgesetzt. Gisela Muheim und Beate Degen restaurierten 344 Pergamenturkunden des Klosters und mehrere Handschriften-Bände. Carole Jeanneret wird dank der Spenden der Buchpatinnen und Buchpaten wertvolle Handschriften-Codices des Franziskanerklosters konservieren und restaurieren. Weiterhin übernimmt die Werkstatt auch externe Aufträge. In der Werkstatt des Franziskanerklosters werden vor allem Handschriften-Codices konserviert und restauriert. Im Spätmittelalter bis in die frühe Neuzeit wurden Handschriften und Druckwerke in Holzdeckel eingebunden, die mit Leder überzogen waren. Typische Schäden sind der Verlust des Vorder- oder Hinterdeckels des Einbandes, schadhaftes Einbandleder, eine defekte Bindung (Brechen der Bünde und der Kapitale), Verschmutzung und Einreissen des Papiers oder Pergaments. Nach einer behutsamen Reinigung werden die beschädigten Teile konserviert und restauriert und die Objekte in säurefreien Schachteln aufbewahrt. Alle Massnahmen werden schriftlich und fotografisch dokumentiert. Die Restaurierungen für das Archiv und die alte Bibliothek des Franziskanerklosters wurden durch Beiträge von Stiftungen und Privaten grosszügig unterstützt, siehe « Danke für die Unterstützung – Liste der Donatoren ».
 
 
 
           

Massnahmen zur Konservierung von Büchern und mobilen Kunstwerken

Die Erstellung eines Kulturgüterschutzraumes vor dem Haus Père Girard dient dazu, für Bücher, Archivalien und die mobilen Kunstgüter (Bilder, Grafiken und Skulpturen) des Franziskanerklosters die klimatischen Bedingungen zu optimieren und den Schutz vor Feuer oder Diebstahl zu gewährleisten. Die sachgerechte Aufbewahrung gefährdeter Bücher und Archivalien in säurefreien Kartonschachteln oder von Fotos in speziellen Polyestermappen sollen die Objekte vor möglichen Schäden bewahren. Massgearbeitete Kartonschachteln für die alte Bibliothek werden von Studenten der Hochschule der Künste Bern, Abteilung Konservierung und Restaurierung, erstellt. https://www.hkb.bfh.ch/de/studium/master/maconsrest/ Die Restaurierungswerkstatt im Franziskanerkloster steht auch zur Verfügung, um Handschriften, Druckwerke und Pläne sowohl im Auftrag von öffentlichen Institutionen wie von Privaten zu restaurieren.

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